Essstörung Psychotherapie – Hilfe und Unterstützung

Essstörungen: Mehr als nur das Essen

Essstörungen sind mehr als ein problematisches Essverhalten. Sie sind ernsthafte psychische Erkrankungen, bei denen das Essen, Gewicht und Kontrolle eine zentrale Rolle im Leben einnehmen. Betroffene essen entweder sehr wenig, sehr viel oder haben belastende Essgewohnheiten, die ihrer körperlichen und seelischen Gesundheit schaden. Dahinter stehen oft starke innere Konflikte, Ängste, Schuldgefühle, Scham oder ein verzerrtes Körperbild. Zu den bekanntesten Formen zählen Magersucht (Anorexie), Ess-Brech-Sucht (Bulimie) und Binge-Eating-Störung. Essstörungen sind komplex, die Körper, Gefühle und Selbstwahrnehmung gleichermaßen betreffen.

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Professionelle Unterstützung – neue Wege im Umgang mit Essen und Körper

In meiner Therapie unterstütze ich Sie dabei, die seelischen Hintergründe Ihres Essverhaltens zu verstehen und einen achtsamen, wertschätzenden Umgang mit Ihrem Körper zu entwickeln. Gemeinsam erarbeiten wir tragfähige Strategien zur Emotionsregulation, damit Sie wieder mehr Selbstbestimmung in Ihrem Leben gewinnen – und das Essen nicht länger im Mittelpunkt steht.

Kurzfristige Termine

Termine sind flexibel planbar, Wartezeiten kurz. Als Selbstzahler:in ist keine Abklärung mit Ihrer Krankenkasse notwendig.

Datensicherheit & Vertraulichkeit

Alles, was in den Praxisräumen gesagt wird, bleibt in dem geschützten Raum. Eventuelle Video-Sitzungen finden über verschlüsselte, datenschutzkonforme Plattformen statt, die die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) berücksichtigt. Die Vertraulichkeit Ihrer sensiblen Daten hat höchste Priorität.

Kompetenz

Durch meine fundierte Ausbildung und längjährige Erfahrung als Psychologin (M.Sc.) habe ich bereits eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheitsbilder behandelt. Deshalb weiß ich auch, dass jede Symptomatik individuell zu betrachten ist.

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Form einer Essstörung: Magersucht

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Kontrolle und Zwänge beherrschen den Alltag

Die Vorteile meines therapeutischen Ansatzes

Während eine Beratung meist auf konkrete Fragestellungen und aktuelle Entscheidungen fokussiert ist, bietet eine psychotherapeutische Behandlung die Möglichkeit, persönliche Themen in einem geschützten Rahmen vertieft zu betrachten. In meiner Praxis arbeite ich als Psychologin (M.Sc.) und Heilpraktikerin für Psychotherapie mit wissenschaftlich fundierten Methoden sowie mit Ansätzen, die sich in der psychotherapeutischen Praxis bewährt haben. Die Behandlung orientiert sich an anerkannten Qualitätsstandards.

  • Vertiefte Auseinandersetzung: Im Rahmen einer psychotherapeutischen Begleitung kann Raum entstehen, um persönliche Erfahrungen, Gefühle, Gedanken und Verhaltensmuster differenziert zu reflektieren.
  • Wissenschaftlich fundierte Arbeitsweise:
    Meine Arbeit orientiert sich an geprüften und evidenzbasierten Therapiemethoden, wie sie in der modernen Psychotherapie Anwendung finden.
  • Fachliche Qualifikation:
    Ausbildung durch ein Studium der Psychologie sowie fachliche Spezialisierung und klinische Erfahrung.
  • Förderung von Stabilität:
    Gemeinsam können Wege erarbeitet werden, die Sie dabei unterstützen, Ihre psychische Stabilität zu stärken und Ihren Alltag sicherer zu gestalten.
  • Ganzheitliche Betrachtung:
    Dabei werden emotionale, kognitive, körperliche und verhaltensbezogene Aspekte Ihres Erlebens sowie Ihr persönlicher Lebenskontext berücksichtigt.
  • Auseinandersetzung mit Mustern:
    Gemeinsam können wiederkehrende Denk-, Gefühls- oder Verhaltensmuster reflektiert und neue Perspektiven entwickelt werden.
  • Strukturierter therapeutischer Prozess: Die Begleitung erfolgt in einem klar strukturierten Rahmen, der Orientierung bietet und individuelle Entwicklungsschritte unterstützen kann.
  • Stärkung der Resilienz:
    Ein Ziel kann sein, individuelle Strategien zu entwickeln, die Sie im Umgang mit zukünftigen Herausforderungen unterstützen.
  • Ressourcenorientierte Arbeit:
    Ein wichtiger Bestandteil der therapeutischen Arbeit ist es, persönliche Stärken und vorhandene Ressourcen bewusster wahrzunehmen und zu nutzen.
  • Individuelle Ausrichtung der Begleitung: Die therapeutische Arbeit orientiert sich an Ihrer persönlichen Situation, Ihren Anliegen und Ihren individuellen Entwicklungsmöglichkeiten.

Häufig gestellte Fragen zu Essstörungen

In diesem FAQ-Bereich finden Sie Antworten auf Fragen zu Essstörungen, ihren verschiedenen Formen wie Anorexie, Bulimie oder Binge-Eating-Störung. Die Informationen sollen Betroffenen und Angehörigen helfen, Symptome besser einzuordnen und den Zugang zu Unterstützung zu erleichtern.

Was ist eine Essstörung?

Essstörungen sind psychische Erkrankungen, bei denen das Essverhalten und das Körpererleben stark beeinträchtigt sind. Sie zeigen sich häufig in extremen Formen von Kontrolle oder Kontrollverlust im Umgang mit Nahrung und gehen oft mit großer Angst vor Gewichtszunahme oder anhaltender Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper einher. Hinter dem auffälligen Essverhalten stehen meist seelische Belastungen, etwa im Umgang mit Selbstwert, Scham, Leistungsansprüchen oder unangenehmen Gefühlen. Auch wenn die körperlichen Folgen ernst sein können, liegen die Ursachen überwiegend auf psychischer Ebene. Entsprechend setzt die Behandlung in der Regel psychotherapeutisch an.

Was sind die Ursachen und Auslöser von Essstörungen?

Essstörungen entstehen durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren – man spricht von einem multifaktoriellen Geschehen.

Biologische Faktoren können eine genetische Veranlagung sowie Veränderungen in neurobiologischen Prozessen umfassen.

Psychische Faktoren sind unter anderem ein geringes Selbstwertgefühl, hohe Leistungsansprüche, Schwierigkeiten im Umgang mit Gefühlen sowie ein starkes Bedürfnis nach Kontrolle.

Soziale und kulturelle Faktoren wie ein verbreitetes Schlankheitsideal, Leistungsdruck, gewichtsbezogenes Mobbing oder belastende familiäre Dynamiken können die Entwicklung zusätzlich begünstigen.

Häufig kommt es zu einem auslösenden Ereignis, das auf diese individuelle Verletzlichkeit trifft – etwa eine Diät, kritische Kommentare zum Körper, Trennungen oder andere belastende Lebensveränderungen. Das Essen oder Nicht-Essen wird dann zu einem Versuch, mit innerer Überforderung umzugehen. Essstörungen entstehen demnach nie „aus dem Nichts“, sondern aus individuellen Lebensgeschichten. In der psychotherapeutischen Behandlung steht deshalb nicht nur das Essverhalten im Fokus, sondern der Mensch in seiner gesamten Lebenssituation.

Welche 5 Essstörungen gibt es?

Im aktuellen Nachschlagewerk zu psychischen Erkrankungen (DSM-5) werden mehrere Formen von Essstörungen unterschieden. Zu den wichtigsten zählen folgende fünf eigenständige Diagnosen/Kategorien:

Anorexia nervosa (Magersucht):
Gekennzeichnet durch stark eingeschränktes Essverhalten (ausgeprägtes Kalorienzählen, hungern), intensive Angst vor Gewichtszunahme und ein verzerrtes Körperbild.

Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht):
Wiederkehrende Essanfälle mit anschließendem kompensatorischem Verhalten wie Erbrechen, Fasten oder exzessivem Sport.

Binge-Eating-Störung (Essanfälle):
Wiederholte Essanfälle ohne gegensteuernde Maßnahmen, häufig verbunden mit Schuld- und Schamgefühlen.

Other Specified Feeding or Eating Disorder (OSFED):
Diese Kategorie umfasst klinisch relevante Essstörungen, die die Kriterien der oben genannten Diagnosen nicht vollständig erfüllen, aber dennoch mit erheblichem Leidensdruck verbunden sind.

Avoidant/Restrictive Food Intake Disorder (ARFID):
Eine vermeidende/restriktive Essstörung, bei der das Essverhalten stark eingeschränkt ist, ohne dass eine Angst vor Gewichtszunahme besteht. Für Betroffenen ist Essen, z. B. mit Ekel, sensorische Empfindlichkeiten (etwa aufgrund von Abneigung gegen bestimmte Gerüche, Geschmacksrichtungen oder Konsistenzen) oder Angst vor negativen Folgen des Essens (Verschlucken, Erbrechen oder andere unangenehme Körperempfindungen) verbunden. Bei manchen zeigt sich zudem ein geringes Interesse am Essen insgesamt.

Welche Symptome treten bei zu wenig Essen auf?

Längeres oder starkes Einschränken der Nahrungsaufnahme kann schwerwiegende körperliche und psychische Folgen haben – auch dann, wenn (noch) kein starkes Untergewicht vorliegt. Der Körper erhält nicht genügend Energie und Nährstoffe und schaltet zunehmend in einen Spar- bzw. Überlebensmodus.

Körperlich kann es zu ständiger Müdigkeit, Frieren, Konzentrationsschwierigkeiten, Haarausfall, hormonellen Veränderungen (z. B. Ausbleiben der Menstruation-Amenorrhoe), Kreislaufproblemen, Störungen der Herzfunktion und einer Schwächung des Immunsystems kommen.

Psychisch verstärken sich häufig Reizbarkeit, innere Unruhe, depressive Verstimmungen sowie eine zunehmende gedankliche Fixierung auf Essen, Gewicht und Kontrolle.

Diese Anzeichen zeigen, dass der Organismus unterversorgt ist und medizinische sowie psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll oder notwendig sein kann.

Was ist eine vermeidende Essstörung?

Die vermeidende/restriktive Essstörung wird als Avoidant/Restrictive Food Intake Disorder (ARFID) bezeichnet und ist eine vergleichsweise neue, inzwischen gut etablierte Diagnose. Sie unterscheidet sich deutlich von Anorexie und Bulimie, da weder eine Angst vor Gewichtszunahme noch eine verzerrte Körperwahrnehmung im Vordergrund stehen. Die Einschränkung des Essverhaltens entsteht aus anderen Gründen, zum Beispiel durch:

Die Vermeidung entsteht aus anderen Gründen:

  • Sensorische Abneigung:
    Ekel vor bestimmten Konsistenzen, Gerüchen, Farben oder Geschmacksrichtungen.

  • Essensbezogene Ängste: Ersticken, Erbrechen oder Bauchschmerzen nach dem Essen.

  • Desinteresse: Geringes bis kein Interesse an Essen, wenig Appetit

ARFID kann zu Mangelernährung, Gewichtsverlust oder – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen – zu einer ausbleibenden altersgemäßen Gewichtszunahme, Mangelerscheinungen und psychosozialen Beeinträchtigungen führen. Die Störung betrifft häufig Kinder und Jugendliche, kann jedoch auch im Erwachsenenalter auftreten. Eine gezielte psychotherapeutische Behandlung ist wichtig und setzt unter anderem an der schrittweisen Normalisierung von Essgewohnheiten und dem Umgang mit Ängsten an. Je nach Alter und Lebenssituation werden dabei auch essensbezogene Gedanken, Entspannungsstrategien und das familiäre Umfeld berücksichtigt.

Was ist die meist verbreitete Essstörung?

Die Binge-Eating-Störung (BED) ist durch wiederkehrende Essanfälle ohne kompensatorische Maßnahmen (wie Erbrechen, Fasten oder exzessiven Sport) gekennzeichnet. Sie gilt heute als die am weitesten verbreitete Essstörung in der Allgemeinbevölkerung. Während Anorexie und Bulimie in der Öffentlichkeit häufig präsenter sind, liegt die Prävalenz von BED höher. Hinzu kommt eine große Zahl von Betroffenen, deren Symptome unter die Kategorie OSFED (atypische oder nicht näher bezeichnete Essstörungen) fallen. Da viele Menschen mit BED normal- oder übergewichtig sind, bleibt die Erkrankung häufig lange unerkannt oder wird nicht als behandlungsbedürftige psychische Erkrankung eingeordnet – trotz des oftmals hohen Leidensdrucks.

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Psychotherapeutische Unterstützung bei einer Essstörung

Wenn Sie bei einem nahestehenden Menschen Anzeichen einer Essstörung bemerken oder bei Ihnen die beschriebenen Symptome auftreten, können Sie sich gerne für ein Erstgespräch an mich wenden. In einem persönlichen Gespräch klären wir, welche Unterstützung in Ihrer Situation sinnvoll ist und wie eine psychotherapeutische Begleitung Sie auf diesem Weg entlasten und stärken kann.

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